Wiedergeburt des Pilgertums … der Weg ist das Ziel

Hielten wir Pilgern nicht für eine Zeiterscheinung längst vergangener Jahrhunderte? Zögerlich

begann Anfang der 1980-er Jahre die Renaissance für den berühmten Jakobsweg.

Der langsame Rhythmus des Gehens, ein einfaches Leben in der Natur und die meditative Aura

der Kapellen, Kirchen und Klöster entlang historischer Pfade verweisen die Pilger auf

Grundlagen des Menschseins. Sie ermöglichen eine Auszeit vom modernen Alltag mit

spezifischen Erfahrungen der Pilger zu allen Zeiten: Aufbrechen, Einsamkeit begegnen,

Schmerzen ertragen, Durchhalten, Ankommen.

Der mittelalterliche Aufbruch ins Ungewisse ist einem kalkulierbaren Abenteuer gewichen.

Doch das Fortkommen – Schritt für Schritt, Meter für Meter – ist dennoch eine

Herausforderung. Der Weg steht allen offen und auch die Schwierigkeiten sind für alle gleich.

Jeder geht ihn mit seinen eigenen Füßen, sieht ihn mit eigenen Augen und erlebt ihn in ganz

eigenen Begegnungen mit Mitpilgern oder Anwohnern entlang des Weges. Gleich geblieben

ist, dass man das wichtigste Hab und Gut auf Tage oder Wochen minimiert.

Eine etwas andere Art des Wanderns mit spiritueller Erfahrung …

Der St. Rupert Pilgerweg führt von Altötting /Bayern her durch den Flachgau an den

Wolfgangsee. Eine Wegstrecke von über 110 km zwischen St. Gilgen und Bischofshofen ist in

fünf bis sechs Tagesetappen zu bewältigen, sie führt über Abtenau, Annaberg nach Hütttau

vorbei an zahlreichen Naturschönheiten und Sehenswürdigkeiten. Über die Friedenskapelle

am Hochgründeck, Hörndlfraukapelle, Buchbergkirche und Missionshaus St. Rupert erreichen

die Pilger die Pfarrkirche zum Hl. Maximilian als Ziel.

Details zu einzelnen Pilgerwegen finden Sie unter www.pilgerwege.at